Für Deinen Welpen beginnt nun ein völlig neuer und unbekannter Abschnitt. Um ihm das Ankommen in seinem neuen Heim so angenehm wie möglich zu machen, gehe es langsam an. Schenke Deinem Welpen möglichst viel Zeit, damit er die neue Umwelt erkunden und sich eingewöhnen kann.

Im besten Fall gibt Dir der Züchter oder das Tierheim eine Decke oder ein Spielzeug Deines Hundes mit ins neue Zuhause. Gerüche der Mutter, seiner Geschwister, seiner bisherigen Umgebung, geben dem kleinen Hund Sicherheit. Diese Sachen solltest Du auf jeden Fall eine Weile behalten. Übernimm auch das bisher gewohnte Futter – auch, wenn Du das Futter später umstellen möchtest. Und frage auch nach den täglichen Routinen, die Dein Welpe bisher gewohnt war. Das lässt Deinen Welpen sanfter im neuen Zuhause ankommen und vermittelt ihm ein Stück Geborgenheit und er kann schneller Vertrauen aufbauen.

Transport Deines Welpen ins neue Zuhause

Lass Dich von einer zweiten Person begleiten und setze Dich am besten mit Deinem kleinen Welpen auf den Rücksitz. Bleib’ ruhig und entspannt, gib dem Kleinen Halt und vermittle ihm Gelassenheit. Sollte Dein Welpe weinen, so ignoriere das. Das klingt jetzt zuerst nicht sehr nett, aber mit gutem Zureden bestätigst Du das Verhalten Deines kleinen Hundes. Schenke ihm Aufmerksamkeit, wenn er sich ruhig verhält und lobe ihn. Das ist schon die erste Situation, in der Dein Welpe Vertrauen zu Dir aufbauen kann.

Ankunft Deines Welpen im neuen Zuhause

Zeige Deinem Welpen sofort, wo er sich lösen, sprich sein Geschäft verrichten kann. Und lobe ihn verbal dafür, wenn er es tut. Führe ihn gleich danach zum Wassernapf und zeige ihm seine Liegeplätze. Ermögliche ihm in seinem Tempo seine Umwelt zu erkunden, lass ihm Zeit dabei und dränge ihn nicht. Erste Besuche von Freunden und Familie verschiebe lieber eine Woche nach hinten. So überforderst Du Dein Hundebaby nicht und gibst ihm die Möglichkeit, sich gut einzugewöhnen.

Ermögliche Deinem Welpen möglichst viel Körperkontakt und Nähe. Er soll von Anfang an vermittelt bekommen, dass Du sein sicherer Hafen bist. Gewähre im Schutz, wenn er Angst bekommt und erkunde mit ihm gemeinsam die Umwelt.

Dein Welpe erlebt die erste Nacht im neuen Zuhause

Bisher war Dein Hundebaby daran gewöhnt, zusammen mit seinen Geschwistern zu schlafen. Er war nie alleine, deswegen lasse ihn nun auch nicht alleine. Ermögliche es ihm, möglichst nah bei Dir zu schlafen. Einen sehr sensiblen oder gar ängstlichen Hund würde ich mit ins Bett nehmen, um ihm möglichst viel Sicherheit und Nestwärme zu schenken. Das bedeutet nicht, dass Dein Hund ein Leben lang bei Dir im Bett schläft! Du kannst auch ein Feldbett für die ersten Tage neben dem Liegeplatz Deines Hundes aufschlagen. Wichtig ist, dass Du Deinen Welpen hörst, wenn er Dich braucht. Sollte er in der Nacht Pipi müssen, dann könnte er das vorher mit quiecken ankündigen. So bist Du gleich zur Stelle und am besten Weg, Deinen Hund zur Stubenreinheit zu erziehen.

In der Nacht in die Hundebox?

Grundsätzlich mögen Hunde Boxen, da sie wie Höhlen Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Welpen müssen erst daran gewöhnt werden, wenn sie nicht damit aufgewachsen sind. Streue ein paar sehr gut riechende Hundekeksi in die Box und lass’ Deinen Hund diese suchen. Dränge Deinen Hund dabei nicht. Womöglich reagiert er anfänglich auch ängstlich und wagt sich nicht ganz hinein. Mit der Zeit wird er die Vorzüge der Hundebox zu schätzen wissen.

Die Hundebox ist kein Aufbewahrungsort, wo Du Deinen Hund abschieben solltest. Auf keinen Fall solltest Du Deinen Welpen in eine Box einsperren! Schon gar nicht über Nacht, da Dein Welpe nicht die Möglichkeit hat, selbstständig die Box zu verlassen, um Pipi zu machen. Die Türe der Hundebox bleibt also Zuhause immer offen. Am besten montierst Du die Türe erst gar nicht, um nicht in Versuchung zu kommen.

Eine geschlossene Hundebox mag zwar für Hundehalter bequem erscheinen, aber beim Hund schürt es Ängste und gleicht letztendlich einer Strafe. Wenn er die Box zudem nicht kennt, reagiert Dein Welpe höchst wahrscheinlich ängstlich und Du verspielst Dir den „sicheren Rückzugsort“. Außerdem halte ich eine solche Vorgangsweise für tierschutzwiedrig und menschlich für sehr hilflos. Überleg Dir doch mal: Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du in einen engen Käfig gesperrt werden würdest?

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